Thrombose kann jeden treffen

Seit der Impfstoff von AstraZeneca kurzfristig gestoppt wurde, haben viele Angst vor einer Thrombose. Bei den schweren Impfkomplikationen, der Hirnvenenthrombose handelte es sich um die sogenannte HIT, die Heparin-induzierte-Thrombozytopenie. Sie ist eine seltene, schwere Autoimmunreaktion mit Verschluss der Hirnvenen durch ein Blutgerinnsel.

Diese sehr selten vorkommende Komplikation hat die Bevölkerung auf die Gefahr einer Thrombose aufmerksam gemacht. Eine Thrombose entsteht meistens in den tiefen Beinvenen. Es bildet sich ein Blutgerinnsel, welches mit dem Blutfluss in das rechte Herz gelangt und von dort in die Lunge transportiert wird. Dieses Blutgerinnsel löst dann eine Lungenembolie aus. Manchmal passiert es, dass das Blutgerinnsel z.B. über ein kleines Loch zwischen den beiden Herzhälften in den arteriellen Blutkreislauf gelangt und dann z.B. eine Hirnembolie auslösen kann. Thrombose ist eine häufige und gefährliche Erkrankung, sie zeigt sich durch Schwellung und Schmerzen im Bein und muss sofort ärztlich behandelt werden.

Ein junges Paar beim Wandern

Was kann ich tun um mein ganz persönliches Thromboserisiko zu reduzieren?

Das individuelle Thromboserisiko ist von folgenden Risikofaktoren abhängig:

Sitzende Lebensweise, zu wenig Bewegung und die Angewohnheit, immer die Beine übereinander zu schlagen. Es sieht zwar chic aus, behindert aber den Blutrückfluss der Beine.

Meistens trinken die Menschen zu wenig, es empfiehlt sich Wasser oder Tee zu trinken, da zucker- oder alkoholhaltige Getränke den Körper zusätzlich belasten.

Bei genetischer Vorbelastung, in der Schwangerschaft, bereits bestehenden Krampfadern oder Berufen, bei denen man den ganzen Tag stehen muss, empfiehlt es sich, Stützstrümpfe zu tragen. Diese aber bitte nicht nur bis zum Knie sondern bis zum Oberschenkel.

Rauchen erhöht das Thromboserisiko!

Unter Hormongabe, also der Antibabypille oder Östrogentherapie treten Thrombosen häufiger auf.

Nicht zu heiß und zu lange duschen, denn unter der Dusche weiten sich die Gefäße in den Beinen. Am besten zum Schluss die Beine bis zum Oberschenkel kalt abduschen. Auch die bekannten Maßnahmen von Sebastian Kneipp, wie Wassertreten, Wasserwechselgüsse oder kalte Arm- und Beinbäder schützen vor einer Thrombose.

Manchmal kommt es auch bei gesunden, jungen und völlig risikofreien Patienten zu einer Thrombose nach einer Bagatellverletzung. Thrombose können grundsätzlich in jeder Vene vorkommen, jedoch ist die Gefahr in den Bein- und Beckenvenen am größten.

Deshalb sollte jeder, der hauptsächlich im Sitzen arbeitet, regelmäßig aufstehen, sich kurz bewegen, alle Treppenstufen laufen, keinen Aufzug und keine Rolltreppen verwenden und nach Möglichkeit jeden Tag einen Spaziergang einbauen. Das muss (noch) kein Powerwalking sein, aber mit Nordic-Walking-Stöcken verbessert man die Körperhaltung, man geht aufrechter und trainiert auch die Arme. Die alte Regel, dass 10 000 Schritte am Tag den Doktor fernhalten stimmt immer noch, allerdings sind 10 000 Schritte mehr als 5 km und dauern für Normaluntrainierte über eine Stunde. Diese Stunde am Tag wäre die beste Prophylaxe gegen Thrombose und auch gegen den gefährlichen und häufig unerkannten Bluthochdruck.

Nur 4 Vorerkrankungen sorgen für zwei Drittel der schweren Verläufe bei einer Covid19-Infektion.

Diese sind Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und Herzinsuffizienz.

Ein Team um den Kardiologen Dariush Mozaffarian von der Tufts University (Massachusetts) hat für die soeben erschienene Studie über 900.000 Krankenaufenthalte in den USA untersucht, die bis Mitte November des Vorjahrs auf Covid-19 zurückzuführen waren.

30% von ihnen hingen mit Adipositas zusammen, 26% mit Bluthochdruck, 21% mit Diabetes und 12% mit Herzinsuffizienz. In Kombination ergibt das laut einer Modellberechnung der Forscher:innen 64% schwere Verläufe, die verhindert werden hätten können.

„Die Impfungen werden die Infektionen reduzieren. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg“, sagt Studienautor Mozaffarian. Die Ergebnisse zeigen, dass Ansätze des Lebensstils ebenfalls sehr wichtig sind, um Infektionspandemien wie Covid-19 zu bekämpfen.

Deshalb fangen wir einfach an einen „Powerwalk“ von 30-60 Minuten in unseren Tagesablauf einzubauen. Dieser schützt uns vor Thrombose, senkt den Blutdruck, unterstützt uns beim Abnehmen und verbessert das Lebensgefühl.

Macht mit und fangt einfach an. Raus aus dem Haus und los geht`s, einfach in die Richtung gehen, die Du am liebsten magst und nach 15 Minuten umdrehen und die gleiche Strecke wieder zurück. Wichtig ist, dass man anschließend eine Essenspause von einer Stunde einhält, um die Fettverbrennung anzukurbeln.

Los geht`s, macht mit, es klappt bestimmt!

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