Was trinken wir

Am Anfang unseres Lebens steht bei jedem Menschen der erste Atemzug. Nichts ist so entscheidend, wie dieser erste Schrei nach Leben. Bei ausgereiften, gesunden Babys ist der menschliche Körper normalerweise in der Lage selbstständig zu atmen. Wir müssen nicht darüber nachdenken – Einatmen und Ausatmen – ein ganzes Leben lang. Es dauert nicht lange und es folgt ein weiteres Bedürfnis des neugeborenen Säuglings. Der Hungerschmerz gräbt sich in seine winzige Magengrube, er will trinken. Die Natur hat es wieder so eingerichtet, dass ein ausgereifter, gesunder Säugling die Kraft besitzt, mit allen seinen kleinen Muskeln in Mund und Zunge kraftvoll zu saugen. Der ganze Körper ist angespannt, die kleinen Fäustchen ballen sich zu winzigen Kugeln. Er konzentriert sich nur auf das Eine. Er muss trinken. In irgendeiner Weise habe wir diese Situation alle schon erlebt, sonst wären wir nicht am Leben.

Diese Power, die den ersten Durst begleitet, geht im Laufe des ersten Lebensjahres verloren. Wir lernen das Trinken aus dem Nuckelfläschchen. Das Trinken bleibt das Wichtigste in unserem Leben. Der menschliche Körper besteht zu einem hohen Prozentsatz aus Wasser, das unser ganzes Leben bewusst zugeführt werden muss. Aber was trinken wir? Wir setzen die Flasche an den Mund und lassen eine Zuckerlösung mit Aromen, Süßungsmittel und Farbstoffen in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen in unseren Körper fließen. Trinken geht einfach, es kostet uns keine Kraft mehr. Wir trinken es, weil es uns schmeckt und bedenken nicht, dass es unserem Wohlbefinden, unserem Körper, unserem Geist und unserer Umwelt schadet.

Getränkedosen

Wo ich auch hinschaue, überall sehe ich Menschen, die unter ihrem Übergewicht leiden, auch Kinder und Jugendliche. Wir schaffen es nicht, weil die Versuchungen allgegenwärtig sind. Wieder stehe ich im Supermarkt hinter einer übergewichtigen Mutter mit ihrem noch mäßig übergewichtigen, etwa 13-jährigem Sohn. Neben diversen Weißmehlprodukten zählte ich sechs 6er Packs mit 1,5l Plastikflaschen Limo, Spezi, Cola und isotonischen Diätdrinks (vermutlich für die Mutter). Ganz abgesehen von dem Geld, das dieser Einkauf kostet, kaufen wir uns damit Unmengen an Glukose, die unseren Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben und uns nach kurzer Zeit müde und schlapp machen. Ich hätte weinen können, denn ich weiß, dass dieser sympathische Junge spätestens in einem Jahr ein wirkliches Problem durch sein Übergewicht hat. Es wird ihn den Rest seines Lebens begleiten. Softdrinks sind cool, aber sie stillen den Durst nach Leben nicht.

Fangen wir heute und jetzt mit dem ersten Schritt an: Kauft keine Softdrinks, keine Limo, keine Cola, keine isotonischen Getränke, keine Energy Drinks, keinen Eistee, keine Säfte und natürlich auch keine Milchmixgetränke. Trinken wir nur noch Wasser, Kaffee und Tee ohne Milch und Zucker. Wer einmal im Foyer eine Getränkekonzerns stand, weiß, dass die Gewinner die Konzerne sind. Sparen wir das Geld und drehen einfach den Wasserhahn auf. Das Wichtigste zum Leben ist Wasser.

Es klappt, macht mit und probiert es aus.

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